Robert Kapelle Schauspieler

Robert Kapelle wuchs in Berlin auf und spielte schon in der Schulzeit mit großer Begeisterung Theater. Selbstverständlich ausschließlich in der Theater-AG; ansonsten war er ein braver Schüler. Danach studierte er zunächst – aus heute nicht mehr vollständig rekonstruierbaren Gründen – etwas ganz anderes und schloss sein Geographie-Studium mit Diplom ab.

Nach einigen Praktika und ersten, prägenden Einblicken in die Welt der überschaubaren Einkommensverhältnisse traf er schließlich die weise Entscheidung, im fortgeschrittenen Alter von fast 30 doch noch professioneller Schauspieler zu werden. An der Berliner Schule für Schauspiel erhielt er eine fundierte Ausbildung, lernte viel über das Handwerk – und hatte, wie man hört, auch sonst eine sehr gute Zeit. Parallel zur Ausbildung arbeitete Robert im Berlin Dungeon. Dort lernte er vermutlich mindestens ebenso viel wie in der Schauspielschule: vor allem, wie man mit Publikum interagiert.

2016 führte ihn der Weg in die freie Szene. In der Inszenierung „Die vielleicht Geeigneten“ spielte er einen Schüler an einem strengen Internat. Das Publikum konnte Robert dabei im Theaterhaus Berlin-Mitte und beim Gastspiel in Wien erleben.

2017 ging es für ihn ans Mittelsächsische Theater Freiberg/Döbeln. Trotz einiger Herausforderungen konnte er sich dort bald so richtig freispielen und war schnell sehr, sehr gut beschäftigt. Ob Molière oder Shakespeare, ob Komödie oder Drama, ob Freilicht- oder Jugendtheater: Robert konnte sich in unterschiedlichsten Rollen bewähren. Zum Beispiel als W. A. Mozart in „Amadeus“ oder als Pozzo in „Warten auf Godot“.

Seit 2024 ist Robert wieder in Berlin – und auch wieder im Berlin Dungeon. Zudem hat er sich erneut in die freie Szene gewagt: Als lüsterner König Herodes brillierte er in einer Adaption von „Salome’s Tanz“ und begeisterte das Publikum – zumindest nach eigener Einschätzung…

Beim Papiliotheater kann Robert nun zwischen Vorspeise und Dessert alles zeigen, was er als Schauspieler und beim Spiel mit den Gästen so draufhat. Zum Beispiel als Kreuzfahrtdirektor Albert Ballin in Kreuzfahrt ins Grab. Und einen wie Robert muss man einfach erlebt haben…