Mandy Rudski Schauspielerin

Mandy Rudski wurde in Neuruppin geboren, wuchs in Potsdam auf und entdeckte ihre Leidenschaft für das Theater früh am Hans-Otto-Theater Potsdam – zunächst im Jugendclub und als Statistin. Bald war sie unheilbar vom Theatervirus infiziert, aus Neugier wurde schließlich Berufung – und ein Schauspielstudium an der Universität der Künste Berlin.

Sie hatte offenbar die richtige Berufswahl getroffen, denn Ihr Weg führte nicht zu brotloser Kunst, sondern direkt an große Häuser: Von 2005 bis 2008 war sie Ensemblemitglied am Staatstheater Stuttgart, anschließend gehörte sie bis 2013 fest zum Ensemble der Volksbühne Berlin und spielte dort danach weiter als Gast. Weitere Stationen waren u. a. das Meininger Staatstheater, das Monbijou Theater Berlin, das Theater an der Museumsinsel sowie interaktive Theaterformate beim Borgtheater Berlin und beim Dinnerkrimi Anbieter Art des Hauses.

Auf ihrem Weg arbeitete Mandy mit prägenden Regisseurinnen und Regisseuren der deutschsprachigen Theaterlandschaft, darunter Claudia Bauer, Frank Castorf, Friederike Heller, Herbert Fritsch, Volker Lösch und Hasko Weber. Zu ihren wichtigen Arbeiten zählen u. a. Gretchen in „Faust I“, Miranda in „Der Sturm“, Cécile in „Gefährliche Liebschaften“, Warja in „Der Kirschgarten“ und Paula Klinke in Herbert Fritschs „Die (S)panische Fliege“ – für Mandy eine besonders prägende Arbeit, wo sie ihre Lust an extremer Körperlichkeit und totaler Verausgabung voll ausleben konnte.

Auch vor der Kamera ist Mandy regelmäßig zu sehen, unter anderem in „Tatort“, „SOKO Wismar“, „Letzte Spur Berlin“, „Nachtschwestern“, „NÖ“ und dem Langspielfilm „A lack of Beauty“, für den sie mit einem kleinen Team durch Indien und Nepal reiste. Besonders gern erzählt Mandy Geschichten, die berühren, überraschen und zum Lachen bringen. Deshalb entwickelte sie nicht nur eigene Theaterprojekte, sondern schrieb und produzierte auch das Filmprojekt „Mandy – Das Sozialdrama“.

Beim Papiliotheater trifft Mandy nun auf eine Spielform, die wunderbar zu ihr passt: interaktiv, mitten im- und mit dem Publikum, unglaublich direkt und lebendig. Da sollte man Mandy unbedingt erlebt haben, z. B. in Kreuzfahrt ins Grab in einer furiosen Doppelrolle als pfiffige Unterbootsfrau & trauernde Gattin. Oder als 150jährige Seherin Luba Wanga im Barock-Krimi Adel vergiftet.